erkennung

27.04.2098     Konstanze Reupsch     "Seitensprünge"


über sehen und vergessen
Pappei

Zu Ostern ist das Sehen ganz wichtig (nicht nur für Kurzsichtige). Das Übersehen kann fatal sein, besonders, wenn es mit Vergesslichkeit gepaart ist.
Wahrscheinlich wisst Ihr schon, was jetzt kommt: die Sache mit dem fauligen Geruch zu Pfingsten irgendwo unter dem Sofa.
Nein, nein, in diesem Jahr konnte man die Eier ja im Freien verstecken und suchen, da geht der Verwesungsprozess der Vergessenen ins Kompostierstadium über, ist also alles halb so schlimm.
Wenn man nicht - wie ich - ein bunt bedrucktes Pap-Ei versteckt und ausversehen neben sonstigem Papier den Zettel mit dem Inhalt des heutigen Blogbeitrages ordentlich zusammengefaltet darin versenkt hat. Ich springe von Busch zu Beet, nach der linken und der rechten Seite, von Strauch zu Baum - irgendwo zwischen vielen bunten Blumen eingebuddelt muss es ja liegen ...
Wenigstens habe ich es vor dem Verstecken noch fotografiert, das Papp-Ei. Weil darauf die Welt so schön in Ordnung ist: Die Küken werden nicht geschreddert, die glückliche Henne kann in Ruhe fröhliche Eier legen, denn der stolze Gockel schiebt die schwere Karre. Oder umgekehrt? Jedenfalls: H* legen Eier und H* schieben Karren, also alles paletti.
Nur meinen vorbereiteten Blogbeitrag kann ich nicht sehen und habe auch vergessen, was darin stand und wo das Papp-Ei sonst noch liegen könnte.


zurück zum alphabettínenblog